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Freitag, 16. Januar 2026

Über Mich.../About Me...

Was gibt es schon groß zu erzählen?

Die Frage kommt ungebeten in den Kopf, wenn mich jemand bittet etwas über mich zu erzählen. Es ist fast schon einfach, über alltägliches zu sprechen, wenn es nicht die eigene Person direkt betrifft, oder?

Mir, jedenfalls, geht es so. Eine Geschichte ist leichter zu erzählen, als fragen zu beantworten, über die ich zwar nachdenke, aber nie wirklich laut ausspreche.
Wer bin ich? Was macht mich aus? Was mögen andere wohl von mir halten? Wie sehen mich andere oder nehmen sie mich überhaupt wahr? Bin ich für sie unsichtbar? Ein Gesicht von vielen? Hinterlasse ich in irgendjemandem, dem ich begegne, einen Eindruck der bleibt? Oder bin ich für die Menschen, denen ich nun bewusst oder unbewusst über den Weg laufe, nur eine Nebelschwade, die keinerlei Beachtung erhält?

Diese Fragen kamen mir gerade spontan in den Sinn. Darüber zu schreiben, wie man sich selbst sieht, empfinde ich als schwierig.

Ich nehme mich eher als einen "Beobachter" wahr, der am Spielfeld des "Lebens" steht und das Geschehen beobachtet, sich aber aktiv nicht einbringt. 
Vermutlich, weil in meinem Leben viele Entscheidungen ohne mich getroffen wurden?
So zumindest kommt es mir vor, denn wenn ich versucht habe ehrlich zu äußern, was ich gerne machen wollen würde, oder wo ich mich sehe, traf ich in der Regel ausschließlich auf Ablehnung und Unverständnis.
Stattdessen, kamen "Vorschläge" für "vernünftige" Zukunftspläne:
- ein gescheiter Job im kaufmännischen, sollte es sein, stattdessen wurde ich staatl. gepr. Kosmetikerin (nach +/-300 Bewerbungen und Absagen)
- eine Festanstellung solltest du haben, stattdessen vier Jahre Gelegenheitsjob, gefolgt von sechs Jahren Saison-Verträgen. Die Festanstellung gab es (leider) erst in einem amerikanischen Unternehmen, der wohl jedem namentlich bekannt sein dürfte. Wie ich dort gelandet bin? Meine Mutter konnte den Gedanken nicht ertragen, dass ich weiter in der Produktion saisonal arbeite. 
Ein Gutes hatte der, nach zwei Jahren ungeliebte, Job. "Ich wurde vom Mädchen zur Frau", um es mit den Worten einer damaligen Kollegin zu formulieren.

Dieser Job hat mir außerdem deutlich gemacht, dass ich mein EIGENES Leben leben möchte. Ursprünglich dachte ich, nachdem ich bei meiner Mutter ausgezogen gewesen bin, dass ich das ja nun täte. Aber die Depressionen die mich in diesem unliebsamen Job + die Mikroben-Zeit (die Bezeichnung leihe ich mir an dieser Stelle von Eva Hermann und Andreas Popp) haben mir verdeutlicht, dass diese "Selbstständigkeit" nichts weiter als eine Illusion gewesen ist.

Also wechselte ich meinen Fokus, ab dem Moment in dem die Politik die C-Zeit als "vorüber" bezeichneten. Schritt 1: Fokus auf mentale Gesundheit. Ich tue mir nichts Gutes, wenn ich an Selbstmord denke oder daran wie Mies die Weltpolitik mein Leben beeinflusst. Schritt 2: Raus aus dem unliebsamen Job, so schnell es geht.

Und das bin ich, Ende 2023 habe ich nicht nur meinen alten Job beendet, sondern auch den neuen Vertrag unterschrieben. Der neue Job war nicht nur neu, er war "anders". Von Mitarbeitern im 4-stelligen Bereich runter auf 2-stellig. Eine Wohltat, wenn man eine Menschen Phobie entwickelt hat. Neue Aufgaben, die noch nicht so ausgefeilt/-geklügelt sind, wie beim vorangegangenen mit zu entwickeln kann spannend werden.

Ein Verkehrsunfall zum Herbst 2024 traf mich unerwartet.



ENGLISH:

What's there to tell?

The question pops into my head uninvited whenever someone asks me to talk about myself. It's almost easy to talk about everyday things when they don't directly concern you, isn't it?

At least, that's how it is for me. A story is easier to tell than to answer questions I think about but never actually voice.

Who am I? What defines me? What might others think of me? How do others see me, or do they even perceive me at all? Am I invisible to them? Just another face among many? Do I leave a lasting impression on anyone I meet? Or am I just a wisp of fog to the people I consciously or unconsciously encounter, receiving no attention whatsoever?

These questions just spontaneously came to mind. I find writing about how I see myself difficult.

I see myself more as an "observer," standing on the sidelines of "life," watching the events unfold without actively participating.

Perhaps because many decisions in my life have been made without me?

At least that's how it seems to me, because whenever I've tried to honestly express what I'd like to do or where I see myself, I've generally encountered only rejection and incomprehension.

Instead, I received "suggestions" for "sensible" future plans:

- a proper job in business, that's what I was supposed to get; instead, I became a state-certified beautician (after roughly 300 applications and rejections).

- you should have a permanent position; instead, four years of casual work followed by six years of seasonal contracts. The permanent position (unfortunately) only came at an American company that I think everyone would recognize. How did I end up there? My mother couldn't bear the thought of me continuing to work seasonally in production.

The job, which I disliked after two years, did have one positive aspect. "I went from being a girl to a woman," to quote a former colleague.

This job also made it clear to me that I wanted to live my OWN life. Originally, after moving out of my mother's house, I thought I was finally doing that. But the depression I experienced in this unlovable job, combined with the "microbe time" (a term borrowed from Eva Hermann and Andreas Popp), made it clear that this "independence" was nothing more than an illusion.

So, I shifted my focus the moment politicians declared the COVID era "over." Step 1: Focus on mental health. I'm not doing myself any favors by thinking about suicide or how badly world politics is affecting my life. Step 2: Get out of the unlovable job as quickly as possible.

And that's me. At the end of 2023, I not only left my old job but also signed a new contract. The new job wasn't just new, it was "different." From a team of four figures down to two figures. A relief, considering I've developed a people phobia. Helping develop new tasks that aren't as polished or sophisticated as those in my previous job can be exciting.

A car accident in the fall of 2024 caught me completely off guard.

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